Netzkraftbewegung

Oikocredit Westdeutscher Förderkreis

Adenauerallee 37
53113 Bonn
Deutschland

Ansprechpartner: Chini, Ulrike

+49 228-92597 38/39
+49 228-92597 40
oikocredit.bonn@t-online.de
http://www.oikocredit.org/de

Themenbereiche

  • Alternative Ökonomie
  • Hilfe für Entwicklungsländer

Über uns

Die Ökumenische Entwickungsgenossenschaft (Ecumenical Development Cooperative Society) ist eine Kreditgenossenschaft niederländischen Rechts mit Sitz in Amersfoort/NL. Sie wurde 1975 vom Ökumenischen Rat der Kirchen in Genf als neuartiges Instrument der Entwicklungsförderung und als Modell solidarischer Beziehung zwischen Nord und Süd gegründet und arbeitet international.

Die InvestorInnen von Oikocredit erwerben Anteile (Mindestanlage 200 Euro) an der Genossenschaft, die damit Kredite an kleine Unternehmen vorrangig in der Zweidrittelwelt vergibt oder Bürgschaften übernimmt bzw. Kapitalbeteiligungen tätigt. Der Anteilserwerb erfolgt über treuhänderisch tätige Förderkreise, in denen die InvestorInnen gleichzeitig die Mitgliedschaft erwerben.

Oikocredit gibt Menschen, die ansonsten keinen Zugang zum Kapital haben, faire Kredite mit festen Zinssätzen und langer Laufzeit. Zur Zeit hat Okocredit Darlehen an rund 300 Genossenschaften vergeben, die in den Bereichen Landwirtschaft, Fischerei, Nahrungsmittelverarbeitung, Hausbau, Vermarktung und Handel, Handwerk und Kleingewerbe arbeiten. Die meisen von ihnen befinden sich in Mittel- und Südamerika. In den letzten Jahren ist ein ständig steigender Anteil des Kapitals in Nicht-Regierungsorganisationen (NROs) investiert worden, die auf dem lokalen Markt selbst Funktionen einer Kreditgenossenschaft mit gleichzeitigem Beratungs- und Ausbildungsangebot wahrnehmen. Die GeschäftspartnerInnen von Oikocredit müssen bestimmte Kriterien erfüllen, um einen Kredit zu erhalten: Genossenschaftliche oder vergleichbare Organisationsformen, Beteiligung von Frauen an Entscheidungsprozessen und im Management, umweltgerechtes Wirtschaften, Beitrag zum wirtschaftlichen und sozialen Entwicklungsfortschritt der Gemeinschaft und der Region, Notwendigkeit ausländischer Finanzhilfe. Das Unternehmen soll die Lebensbedingungen armer und benachteiligter Menschen verbessern.

Da die "Investition in Gerechtigkeit" risikoreich ist (Naturkatastrophen, Währungsprobleme, Strukturen der Weltwirtschaft), wird ein Reservefonds in Höhe von ca. 20 % des ausgeliehenen Kapitals aufgebaut, aus dem eventuelle Abschreibungen gedeckt werden können, wobei das Risiko zwischen Gläubigern und Schuldner gleichermassen verteilt ist.

In Deutschland beteiligen sich ca. 10.000 Einzelpersonen und Institutionen an Oikocredit und haben über die Förderkreise ca. 60 Millionen Euro investiert.

Über unsere oben beschriebene Geldwirtschaft können wir Informationen vermitteln.